Was ist Craniosacraltherapie?

Die Craniosacraltherapie ist der sanfte Teil der Osteopathie. Sie wurde in Amerika von dem Osteopathen Dr. Sutherland entwickelt. In den 80er Jahren wurde sie auch in Europa bekannt.

Sie wirkt über das sogenannte „craniosacrale System“, welches den Schädel (Cranium), die Wirbelsäule und das Kreuzbein (Sacrum) umfasst.

Der Rhythmus der Hirnflüssigkeit, die im Gehirn gebildet wird und entlang der Wirbelsäule bis zum Steißbein und wieder zurück fließt, bringt die Knochen in leichte Schwingungen. Diese setzen sich über den ganzen Körper fort und stellen den Craniosacralrhythmus dar.

Behandlung

Durch die Craniosacralbehandlung werden die Selbstheilungskräfte angeregt. Vom Körper des Klienten erfährt der Craniosacraltherapeut, was zum entsprechenden Zeitpunkt die richtige Behandlung ist. Er erfährt dies über seine fühlenden Hände, seine wichtigsten „Werkzeuge“, die auf das Bindegewebe wie auf die Muskulatur als auch die inneren Organe wirken.

Die Bewegungen des Craniosacralrhythmus können dabei an Armen, Beinen und am Rumpf ebenso gespürt werden wie am Schädel. Sie sagen aus, wo Blockaden und Einschränkungen im Körper sind. Mit einem ganz leichten Druck der Hände von maximal 3-5 Gramm wird das Gewebe eingeladen, diese aufzulösen. Gleichzeitig werden die natürliche Regeneration und die „Heilung von innen“ gefördert. Die Behandlung findet in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre am liegenden Klienten statt.

Wirkung

  • Craniosacraltherapie unterstützt die Selbstheilungskräfte
  • dient der Harmonisierung von Körper-Geist-Seele
  • dient der Auflösung von Blockaden und damit der Energiefreisetzung
  • wirkt entspannend auf Muskulatur, Bindegewebe, Organe und Psyche
  • fördert Körperbewusstsein, Gelassenheit, Flexibilität, Konzentrationsfähigkeit und inneren Frieden

Anwendung

Die Auflösung von Körperblockaden mit Hilfe der Craniosacraltherapie kann beispielsweise helfen bei:

  • Asthma
  • Atembeschwerden
  • Bandscheibenvorfall
  • Bluthochdruck
  • Depression
  • Erschöpfungszuständen
  • Hormonstörungen
  • Hörstörungen (z.B. Tinnitus)
  • Hyperaktivität
  • Konzentrations-/Lernschwierigkeiten





  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Menstruationsbeschwerden
  • Rückenbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Stress
  • Tinnitus
  • Verdauungsproblemen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Zahn- und Kieferproblemen
  • Zähneknirschen

Schwangerschaft

Bei der Craniosacraltherapie in der Schwangerschaft ist die Entspannung des Beckens mit dem Kreuzbein, Steißbein und der Lendenwirbelsäule sehr hilfreich und beugt häufigen Beschwerden in diesem Bereich vor. Ebenso wirkt sie entspannend auf die Psyche.

Außerdem werden die Selbstheilungskräfte der Mutter wie die des Kindes gestärkt und beide besser auf die Geburt vorbereitet.

Bei unerfülltem Kinderwunsch kann die Craniosacraltherapie helfen Blockaden im Beckenbereich aufzulösen. Dieses kann beim Mann die Zeugungskraft verbessern und bei der Frau die Empfänglichkeit günstig beeinflussen sowie Stress abbauen.

Säuglinge und Kinder

Craniosacraltherapie unterstützt nach schneller, überstürzter Geburt, Zangengeburt oder Geburt mit der Saugglocke, aber auch nach Geburt bei Steißlage, Zwillings- oder Mehrlingsgeburt sowie nach Frühgeburt und Kaiserschnitt. Während der Geburt passen sich Kopf- und Gesichtsknochen dem Geburtskanal an, danach dehnen und formen sie sich neu. Sind bei der Geburt Schwierigkeiten aufgetreten, ist es für den kleinen Körper oft nicht leicht, die Kompressionen, Überdehnungen, Verdrehungen auch der Wirbelsäule und den damit verbundenen Spannungen im ganzen System alleine zu bewältigen. Sie können deshalb oft nicht schlafen, trinken schlecht, neigen zu Blähungen, erbrechen häufig und schreien viel. In der Craniosacraltherapie können diese Probleme gemildert oder sogar behoben werden.

Die Craniosacraltherapie hilft auch Kleinkindern, die häufig unter Husten und Schnupfen leiden, wiederholt an Ohren- und Halsentzündungen erkranken oder eine verzögerte motorische oder sprachliche Entwicklung haben sowie sehr unruhigen und hyperaktiven Kindern.